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Bürgerinitiative gegen BoA- Erweiterung
Niederaußem e.V.
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Aspekte

"Regionalwirtschaft stärken - Zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen"

Trotz der BoA-Kraftwerke sichert die Braunkohle keine Arbeitsplätze. Im Gegenteil: RWE hat die Zahl seiner Arbeitsplätze in Kraftwerken und Tagebauen in den letzten 10-15 Jahren stark reduziert  "Vorruhestand mit vollendetem 51 Lebensjahr".

Zum Jahresende 2005 bietet die Braunkohle im Rheinischen Revier, einschließlich der Kraftwerke, noch Arbeit für 11.105 Beschäftigte (Angabe Bundesverband Braunkohle, DEBRIV). Dem gegenüber stehen in 2005 bereits über 15.000 Menschen die in NRW bei Herstellern regenerativer Anlagen und Systeme arbeiten, bundesweit sind es über 170.000 Arbeitsplätze die in dieser jungen Branche entstanden sind. Eine Branche die boomt, sie machte in 2005 einen Umsatz von 16 Milliarden Euro. Über 5.000 kleine und mittelständische Unternehmen investierten fast 9 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten. Bis 2020 steigert sich den Prognosen zufolge der Kapitalaufwand auf 200 Milliarden Euro und sichert zwischen 400.000 und 500.000 Arbeitsplätze. Erneuerbare Energien sind nicht nur ein starkes Konjunkturpro-gramm, sondern garantieren durch ihre dezentrale Nutzung gleichfalls Bürgernähe und regionale Wertschöpfung.


Auch der Bau von effizienten Gaskraftwerken wie der des GuD-Kraftwerks in Hürth sichert ebenso Arbeitsplätze im Anlagenbau, wie Energiespartechnologien neue Arbeitsplätze schaffen.

Entgegen der Verlautbarungen werden die Arbeitsplätze des großen Braunkohle-Monopolisten zudem mit versteckten Milliarden subventioniert. Ob Befreiung von Wasserentnahmeentgelt und Förderzins, Infrastrukturmittel oder die kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten für neue Kraftwerke - Braunkohle wird erst durch diese Wettbewerbsverzerrung lukrativ.

 

Baustelle BoA 2+3 in Neurath (Oktober 2007)

Allein durch die bevorzugte Ausstattung mit Emissionsrechten werden z.B. die derzeit im Bau befindlichen BoA-Kraftwerksblöcke 2+3 in Neurath mit mindestens 3,2 Milliarden Euro indirekt subventioniert. RWE bekommt für das neue Kraftwerk mehr als doppelt so viele kostenlose Emissionsrechte zugeteilt als die Betreiber neuer, hocheffizienter Gaskraftwerke (GuD) mit gleicher Leistung. Die Emissionsrechte für die Zeit von 2010 bis 2027 belaufen sich auf mind. 5,18 Milliarden Euro (Ansatz: 16 Mio. t CO2/a, 18 Euro/t). Ein entsprechendes GuD-Kraftwerk - obwohl wesentlich klimafreundlicher - erhält lediglich Emissionsrechte im Wert von 1,95 Mrd. Euro.

Sollten die neuen BoA-Kraftwerksblöcke irgendwann die Altkraftwerke tatsächlich ersetzen, wird RWE dort erheblich weniger Menschen beschäftigen als in den still zu legenden Altan-lagen. Unter dem Strich baut RWE weiter Arbeitsplätze ab. Erneuerbare Energien würden dagegen ein Vielfaches an langfristigen Arbeitsplätzen schaffen.

Einschließlich des Tagebaus Garzweiler 2, verlieren für die Braunkohlegewinnung im Rheinischen Revier weit über 40.000 Menschen ihrer Heimat. Die Liste der abgebaggerten Ortschaften ist lang. Gutshöfe, Klöster, Kirchen, Burgen, Schlösser und andere denkmal-geschützte Gebäude werden Opfer der Bagger. Braunkohle-Arbeitsplätze sind teuer erkauft.


"Durch den Bau weiterer Braunkohlekraftwerke gelangt Wirtschaftskraft in die Region."

Der Bau des Kraftwerksblocks BoA1 in Niederaussem hat weder dem Ort selbst, noch der Kommune Bergheim einen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht.
Ortsansässige Unternehmen wurden am Bau des Kraftwerks so gut wie gar nicht beteiligt.
Die als Generalunternehmer auftretenden deutschen Großunternehmen beauftragten lieber Firmen mit "preiswerteren" Mitarbeitern aus Osteuropa. Deutsch war auf der Kraftwerksbau-
stelle eine Fremdsprache.

Die Bevölkerungsentwicklung im Bergheimer Stadtgebiet ist, laut eines 2005 vom Stadtrat der Stadt Bergheim in Auftrag gegebenen Gutachtens, rückläufig.

Ergebnis des Gutachtens:
In Bergheim vollzieht sich ein demographischer Wandel. Es ziehen mehr Menschen weg als neue kommen. Darüberhinaus hat Bergheim eine überduchschnittlich hohe Migrantenzahl. Demographische Effekte lassen sich deutlich auf das jeweilige Angebot an qualitativ hoch-wertigen Wohnbauflächen zurückführen, heißt es im Gutachten. Und die scheinen Bergheim zu fehlen.

Fazit:
Anziehungskraft und Attraktivität einer Region steigen nicht durch eine konzentrierte Ansamm-lung von Großkraftwerken. Die Zeiten in denen qualmende Schlote automatisch für Wohlstand standen sind vorbei.


Die Braunkohle ist der wichtigste heimische Energielieferant. Sie ist jederzeit verfügbar, unabhängig von der Weltpolitik und ausländischen Konzernen - doch selten sind Umweltauswirkungen so sichtbar wie bei der Braunkohleförderung.

Aspekte zur Braunkohleförderung lesen Sie hier: "Leben mit der Braunkohle"


Ein vom RWE-Konzern immer wieder gern als Vorteil genannter Aspekt für die Braunkohleverstromung ist, das diese vollkommen ohne staatliche Subventionen auskommt. Diese Argumentation wird allerdings wiederlegt, durch eine Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie - sein Ergebnis:

"Die Braunkohle wird jährlich mit mindestens 960 Millionen Euro subventioniert."

Nähere Informationen finden Sie durch anklicken von:

"Presseinfo Braunkohle Subventionen"  und  "Studie Braunkohle Subventionen"

RWE-Power und auch unsere Politiker argumentieren immer wieder mit dem scheinbaren Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen. Bisher wurden im Kraftwerk Niederaußem je
100 MW elektrische Leistung 56 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Inbetriebnahme des
BoA-Blocks 1 werden für diese Leistung nur noch 20 Mitarbeiter benötigt. Das ist eine Arbeitsplatzreduzierung von über 60%, bereits beim heutigen Stand der Technik. Dieser Trend würde sich durch eine Zentralisierung an nur 2 Standorten noch verstärken.

Ansprechpartner vor Ort

Rheidt / Hüchelhoven
Georg Keulertz; 02183-413030
Hans-Joachim Gille; 02183-7231

Auenheim
Wolfgang Sewelies; 02271-55789
Bedburg- Rath
Herbert Förster; 02272-918990

Büsdorf
Dr. Ruth Hausmann, 0171-2427240

Fliesteden
zur Zeit keine Kontaktperson
Glessen
Michael Broetje; 02271-52577
Oberaußem
zur Zeit keine Kontaktperson
Niederaußem
Dieter Hunke; 02271-52577
Stommelerbusch
Rolf Dohm; 0172-9356854
E-Mail info@bi-bigben.de
www.PunktumPunkt.de